Riccione ist meist für das Meer bekannt, doch wer sich entscheidet, den Anstieg zum Cippo Carpegna mit dem Rennrad in Angriff zu nehmen, merkt schnell, dass die Küste nur einen Teil des Erlebnisses ausmacht.
Man muss nur die Riviera verlassen und ins Hinterland hineinfahren, um eine völlig andere Kulisse zu erleben: das Valconca-Tal, das Montefeltro, Carpegna, den Cippo und San Marino. Auf etwas mehr als einhundert Kilometern durchquert man unterschiedlichste Landschaften mit anspruchsvollen Anstiegen, malerischen Hügeldörfern und Straßen, die hinauf in den Apennin führen.
Die „Giro del Fungo Porcino“-Runde von Riccione zum Cippo ist einer der Routen, die diese Vielfalt am besten widerspiegeln. Es ist eine der spannendsten Strecken für alle, die ein überraschendes Revier entdecken möchten – eine Tour, die jedoch eine gute Vorbereitung und ein solides Training voraussetzt.
Eine Route, die zweifellos fordernd ist, aber nach all den Anstrengungen auch jede Menge Belohnungen bereithält.
- Von Riccione ins Hinterland: Der Vorteil, direkt am Meer zu starten
- Die Route im Kürze
- Die Tour beginnt: Hinein ins Hinterland zwischen Valconca und Montefeltro
- Warum heißt es „Giro del Fungo Porcino“?
- Carpegna mit dem Rennrad: Das Herzstück des Apennins auf dieser Tour
- Der Cippo Carpegna mit dem Rennrad: Warum dieser Anstieg für Radsportfans so bedeutend ist
- San Marino: Durchquerung der alten Republik vor der Rückkehr zum Meer
- Warum man den Cippo Carpegna mit dem Rennrad von einem Riccione Bike Hotel aus in Angriff nehmen sollte
- Organisieren Sie Ihren Radurlaub in Riccione
Von Riccione ins Hinterland: Der Vorteil, direkt am Meer zu starten


Riccione bietet Radsportlern einen entscheidenden Vorteil. Sie starten direkt am Meer der Riviera Adriatica und erreichen schnell völlig andere Landschaften.
Zudem entfallen stressige Transfers oder das Verladen des Fahrrads ins Auto. Sie verlassen einfach das Hotel, lassen die Stadt hinter sich und fahren ins Landesinnere. Deshalb ist diese Lage so praktisch. Sie erlaubt lange, abwechslungsreiche Touren mit Riccione als festem Start- und Zielpunkt.
Die „Giro del Fungo Porcino“-Runde von Riccione zum Cippo di Carpegna nutzt genau diesen Vorteil aus. Die Tour beginnt an der lebhaften Riviera Romagnola. Danach führt sie in ein ruhiges Hinterland abseits der typischen Küstenbilder.
Für Gäste eines Riccione Bike Hotels wird dies zu einem echten Komfort. Das Rad steht bereit und der GPS-Track ist geladen. Darüber hinaus wählen Sie flexibel zwischen Solofahrten oder geführten Gruppentouren mit den Riccione Bike Hotels Guides. Bei der Rückkehr erwartet Sie eine perfekt ausgestattete Unterkunft. Hier finden Sie alles per die optimale Regeneration und die Vorbereitung auf den nächsten Tag.
Die Route im Kürze
Die „Giro del Fungo Porcino“-Runde von Riccione zum Cippo di Carpegna ist ein Routenvorschlag, der primär für das Rennrad konzipiert wurde, aber ebenso gut mit dem Gravelbike oder dem E-Bike absolviert werden kann. Die Strecke empfiehlt sich für gut trainierte Radfahrer, die es gewohnt sind, steile Anstiege und längere Distanzen zu bewältigen.
Die Route erstreckt sich über eine Distanz von 115 km mit einem positiven Höhenunterschied von ca. 2.000 m. Sie führt durch das Valconca-Tal, Monte Cerignone, Carpegna und zum Cippo di Carpegna, während der Rückweg über Montelicciano, San Marino, Montegiardino und schließlich durch das Marano-Tal verläuft.
Bei dieser Ausfahrt sollte man den Anstieg zum Cippo fest im Blick haben, denn man steht hier nicht vor irgendeinem x-beliebigen Berg. Vom Dorf Carpegna aus klettert die Straße über rund 6 km mit durchschnittlichen Steigungen von etwa 10 % und Spitzenpassagen von bis zu 18 % empor: steile Rampen, die Beinkraft, Geduld und einen kühlen Kopf erfordern.
Allein auf diesem kurzen Abschnitt überwindet man 660 positive Höhenmeter. Der Anstieg ist zwar nicht so lang wie die großen Alpenpässe, bündelt dafür aber eine enorme Härte auf nur wenigen Kilometern.


Die Tour beginnt: Hinein ins Hinterland zwischen Valconca und Montefeltro
Der erste Teil der Strecke verlässt Riccione, im Herzen der Riviera Romagnola, und führt in Richtung Valconca, das Tal des Flusses Conca, das zu den natürlichen Verkehrswegen gehört, um von der Riviera Adriatica aus ins Landesinnere zu gelangen.
Es ist eine Übergangszone und genau aus diesem Grund ideal, um die Beine vor den Anstiegen mit hoher Trittfrequenz warmzufahren. Die Straße führt landeinwärts durch eine landwirtschaftlich geprägte Hügellandschaft, wobei man das Meer im Rücken lässt und der Apennin allmählich näher rückt, um zum landschaftlichen Bezugspunkt des Tages zu werden.
Die Passage unterhalb von Monte Grimano und weiter in Richtung Monte Cerignone führt die Tour mitten hinein ins Montefeltro, ein historisches Gebiet an der Grenze zwischen der Romagna, den Marken und San Marino. Es handelt sich nicht um eine scharf gezogene Grenze, sondern um eine Region mit einer sehr ausgeprägten Identität voller kleiner Dörfer, Hügelkämme und Festungen, die an eine geschichtsträchtige Vergangenheit erinnern.
Monte Cerignone verdient zumindest einen Blick, auch wenn man den Ort durchquert, ohne anzuhalten. Es ist ein Dorf im oberen Conca-Tal, mit einem tiefer gelegenen Teil nahe dem Fluss und dem historischen Kern, der sich rund um die Rocca Feltresca auf einem Tuffsteinfelsen gruppiert. Für Radsportler ist dies einer jener Orte, die einem helfen zu verstehen, wo man sich befindet: nicht mehr an la Riviera, noch nicht in Carpegna, aber schon mitten im Montefeltro.


Warum heißt es „Giro del Fungo Porcino“?
Der Name der Route weckt Erinnerungen, die eng mit dem Land und der Tradition verbunden sind. Im Montefeltro entstand diese Bezeichnung auf informelle Weise unter den lokalen Akteuren, die das Radfahren mit einem der prägendsten Symbole der Region verknüpften.
Die dichten Kalkbuchenwälder, die das Massiv des Monte Carpegna umgeben, sind in der Tat historische Gebiete für das Sammeln von wilden Steinpilzen und edlen Trüffeln. Es handelt sich um eine lokale Kostbarkeit, die von der „Unione Montana“ geschützt wird und von einem Hinterland erzählt, das sich stark von dem der Küste unterscheidet.
Für Radsportler wird diese Strecke so zu einer idealen Verbindung zwischen den Anstrengungen des Apennin-Anstiegs und der lokalen Küche. Eine Herausforderung im Sattel, bei der sich am Ende des Tages der Steinpilz und der Prosciutto di Carpegna DOP in die perfekten Spezialitäten verwandeln, um neue Energie zu tanken und die traditionellen Aromen des Waldbodens zu entdecken.

Carpegna mit dem Rennrad: Das Herzstück des Apennins auf dieser Tour
Carpegna ist der Punkt, an dem die Route eine andere Dimension erreicht: geografisch, radsportlich und auch symbolisch.
Wer von Riccione hierher gelangt, hat la Riviera bereits weit hinter sich gelassen. Hier bahnt sich die Strecke ihren Weg durch ein ausgeprägteres Apennin-Territorium, mit einer spürbar alpineren Bergkulisse und einer Radsportgeschichte, die schwerer wiegt als bloße Zahlen.
Carpegna liegt im Marken-Teil des Montefeltro, am Fuße des mächtigen Monte Carpegna-Massivs. Es ist ein kleines Dorf, das für Radsportler jedoch einen klangvollen Namen besitzt. Genau hier beginnt der Anstieg, der hinauf zum Cippo Carpegna führt.
Der Ort hat zudem eine starke historische Bedeutung. Während des Zweiten Weltkriegs wurden im Palazzo dei Principi di Carpegna dank der von Pasquale Rotondi geleiteten Rettungsaktion Tausende von Meisterwerken der italienischen Kunst versteckt. Man durchquert hier einen Ort, der im Stillen einen bedeutenden Teil des kulturellen Erbes Italiens bewahrt hat.
Für alle, die im Sattel sitzen, ist Carpegna jedoch vor allem das Tor zum Monte Carpegna. Ab hier biegt die Runde in ihren am sehnlichsten erwarteten Abschnitt ein – jenen Teil, den viele Radfahrer schon vor der Abreise in Riccione im Kopf haben.


Der Cippo Carpegna mit dem Rennrad: Warum dieser Anstieg für Radsportfans so bedeutend ist
Der Cippo di Carpegna ist der symbolträchtigste Punkt der gesamten Strecke.
Er ist nicht etwa berühmt, weil er endlos lang ist. Er ist berühmt, weil er unbarmherzig, unverwechselbar und tief mit der Figur von Marco Pantani verwoben ist. Der Satz „Il Carpegna mi basta“ (Der Carpegna reicht mir) ist zu einem der meistzitierten Zitate im Radsport geworden, wenn von diesem Anstieg die Rede ist. Er behält seine tiefe Bedeutung, da er das besondere Verhältnis zwischen dem „Piraten“ und diesen Straßen perfekt beschreibt.
Der Carpegna bedeutete für ihn pures Training, Schweiß, Wiederholung und harte Arbeit. Ein nah gelegener, steiler Anstieg, der völlig ausreichte, um die eigene Form kompromisslos zu testen.
Der Cippo ist zudem ein ganz konkreter Ort: der Pinienwald, der eigentliche Cippo-Abschnitt, die Schriftzüge auf dem Asphalt, das Andenken an den Piraten und der Passo Marco Pantani, der im Jahr 2023 offiziell eingeweiht wurde. All diese Details haben diesen Berg zu einem echten Pilgerort für italienische und internationale Radsportler gemacht.
Selbst ein technisches Detail wie die von Pantani am Carpegna Cippo genutzten Übersetzungen – oft wird an 39×19 oder 39×21 erinnert – hat Symbolcharakter. Es ist weder ein Aufruf zum Vergleich noch eine Empfehlung für Hobbysportler, die den Berg heute in Angriff nehmen.


San Marino: Durchquerung der alten Republik vor der Rückkehr zum Meer
Nach Carpegna und dem Cippo wählt die „Giro del Fungo Porcino“-Runde keinen unbedeutenden Rückweg.
Die Strecke führt wieder hinunter in Richtung Monte Cerignone und mündet dann auf die Straße nach San Marino. Dabei bewältigt man den Anstieg von Montelicciano, streift Montegiardino und fährt schließlich hinab nach Faetano.
Die Durchquerung von San Marino verleiht der Tour eine ganz besondere Note. Auf dieser Runde ist es gar nicht zwingend notwendig, in die Altstadt einzufahren, um deren Bedeutung zu spüren: Es genügt völlig, das Territorium der alten Republik mit dem Monte Titano im Rücken zu durchkreuzen und dann allmählich wieder Kurs auf die Küste zu nehmen.
Die Altstadt von San Marino und der Monte Titano gehören zum UNESCO-Welterbe. Nach Carpegna führt die Route durch einen souveränen Staat und senkt sich anschließend in das Tal des Parco Fluviale del Marano hinab, wodurch Riccione Schritt für Schritt wieder zum Zielpunkt des Tages wird.
Zudem gibt es ein aktuelles Detail, das alle Radsportfans begeistern wird: Die Tour de France 2024 führte auf der Etappe von Florenz nach Rimini ebenfalls durch San Marino. Dies hat die Aufmerksamkeit erneut auf diese Straßen gelenkt und ein neues sportliches Highlight in einer ohnehin geschichtsträchtigen Radsportregion hinterlassen.

Warum man den Cippo Carpegna mit dem Rennrad von einem Riccione Bike Hotel aus in Angriff nehmen sollte
Die „Giro del Fungo Porcino“-Runde zeigt ganz konkret, was Riccione einem ambitionierten Rennradfahrer zu bieten hat.
Von Riccione aus lässt sich eine Route planen, die die Romagna, die Marken und San Marino durchquert, hinauf zum Monte Carpegna führt, den legendärsten Anstieg in der Geschichte des weltweiten Radsports rund um den Mythos Pantani berührt und schließlich durch das Marano-Tal zurückkehrt.
Diese enorme Vielfalt ist die wahre Stärke der Region.
Riccione ermöglicht es, zwei Aspekte miteinander zu verbinden, die für einen Radurlauber entscheidend sind: ein komfortabler Ausgangspunkt und erstklassige Strecken. Man übernachtet direkt am Meer, fährt ins Hinterland und kann von einem flachen, bequemen Standort aus echte, fordernde Anstiege ansteuern. Ohne Transfers organisieren oder den Urlaubsort wechseln zu müssen.
Start von einem Riccione Bike Hotel aus
Auf einer solchen Strecke kommt es auf die Unterkunft an, von der aus man startet.
Ein Riccione Bike Hotel ändert zwar nichts an der Härte des Cippo, aber es vereinfacht alles andere um den Tag herum. Der GPS-Track, das Rad, die Zeitplanung, das Frühstück, die Regeneration und die Streckentipps: Das sind Details, die bei einer langen und anspruchsvollen Tour entscheidend werden.
Für einen einzelnen Radfahrer bedeutet das, mit weniger Sorgen aufzubrechen. Für eine Gruppe bedeutet es, eine organisierte Basis, spezifische Services und einen festen Bezugspunkt vor und nach der Ausfahrt zu haben.
Der Wert liegt nicht nur im Komfort. Er liegt in der Möglichkeit, die Tour als natürlichen Teil des Urlaubs zu erleben und nicht als ein Projekt, das man sich mühsam Stück für Stück zusammenbauen muss.

Organisieren Sie Ihren Radurlaub in Riccione
Wenn Sie diese Herausforderung annehmen und all die anderen Routen in der Romagna und im Montefeltro entdecken möchten, planen Sie Ihren Urlaub in den Riccione Bike Hotels: Im entsprechenden Bereich unserer Website finden Sie alle Tracks für Rennrad- oder Gravel-Touren, spezielle Services für Radfahrer und die besten Unterkünfte, die auf Sie warten.
Für die „Giro del Fungo Porcino“-Runde zum Cippo di Carpegna mit dem Rennrad besuchen Sie die offizielle Seite riccionebikehotels.it/routen, laden Sie den GPS-Track herunter und bereiten Sie Ihre nächste Ausfahrt vor.
Denn ein Radurlaub in Riccione endet keineswegs an der Küste. Von hier aus kann Sie die Straße noch viel weiter führen.







